Sillhouette_Rbg_groß_swVogtland_Logo_4c

Vor 15 Jahren – Bundesgartenschau Gera und Ronneburg

 


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach 2 Jahren entbehrungsreicher Zeit während der Corona-Krise haben wir vielleicht endlich unser freiheitliches Leben in Eigenverantwortung zurück. Mit einer Inzidenz von 75 waren wir im Landkreis Greiz 2020 „Todeszone“. Was sind wir nun mit einer Inzidenz weit über 1000? Leider sind auch Mitmenschen schwer am Virus erkrankt oder gestorben. Deshalb wissen alle, dass dies eine gefährliche Erkrankung mit manchmal schlimmen gesundheitlichen Folgen ist. Ich denke an diejenigen, die in dieser Zeit leidvolle Erfahrungen machen mussten. Bei Ihnen allen bedanke ich mich für Ihre Rücksicht, Respekt, Geduld, Ihr solidarisches Handeln und Einsicht in die Notwendigkeit bei dem ständigen Hickhack der vergangenen 2 Jahre. Von den Entscheidungsträgern des Landes und Bundes hätte ich mir nach Beendigung der Pandemie mehr Dank und Aufmunterung fürs Volk gewünscht.
Wer an kriegerischen Auseinandersetzungen schuld ist, weiß man manchmal schon bei Nachbarstreitigkeiten nicht. Wer am Krieg verdient ist klar, wer ihn ausbadet auch.
Es gibt immer Krieg auf der Welt. Wenn er weit weg ist oder wir keine Kenntnis davon haben, interessiert es uns wenig. Aber nun steht er noch nicht vor unserer Haustür, aber im Hof.
Wir können uns die Situation auch gar nicht vorstellen, in der die Ukrainer gerade sind. Die ältere Generation erlebt in den Medien Bilder, die sie nie wieder glaubten erleben zu müssen.
Wenn ich die Konsequenzen der letzten 6 Wochen sehe, wird mir schlecht. Hysterie und Angst machen sich breit. Es gibt nur noch das Wort KRISE:
Ölkrise, Lebensmittelkrise, Materialkrise, Gasversorgungskrise, Inflation. Ich frage mich, wohin wir laufen und fahren, wenn es hier ernst wird. Die persönlichen Einschränkungen und die in der Wirtschaft und gesamten Gesellschaft, die auf uns zurollen, werden uns täglich kommuniziert. Es hilft uns allerdings wenig, angstvoll in die Zukunft zu blicken. Wir haben schon ganz andere Stürme überstanden.
Umso mehr erleben wir eine menschliche Solidarität, die eine andere als 2015 ist. Die in Ronneburg angekommenen 57 ukrainischen Flüchtlinge (darunter 2 gehörlose Familien) sind Dank der zahlreichen Spenden und Hilfen nun in vollständig mit Möbelspenden ausgestatteten Wohnungen untergebracht. Es sind so viele Spender, sodass ich sie gar nicht aufzählen kann und danke allen im Namen der Ukrainerinnen und Ukrainer.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

genießen Sie trotz aller Schwierigkeiten Begegnungen mit Familie und Freunden. Saugen Sie Sport, Gastronomie und Kultur in sich auf, erkunden Sie mutig die Welt. Es freut mich außerordentlich, dass die Vereine und Verbände in ihrer Freizeit wieder tätig sein können.
Ich wünsche Ihnen Freude an der erwachenden Natur bei ausgedehnten Spaziergängen. Bleiben Sie gesund!

Ihre Bürgermeisterin Krimhild Leutloff

Spendenübergabe Turmbläser zu Gunsten der Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge

 

 

 

 


Mitglied im Vogtland-Tourismus

Vogtland_Logo_4c