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Vor 15 Jahren – Bundesgartenschau Gera und Ronneburg

 


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

sobald die Sonne höher steht, herrscht reges Treiben. Eilig werden Garten, Balkon und Terrasse startklar gemacht. Überall blüht und grünt es. Das Gras wächst wieder schneller als die Rasenmäher fahren können. Die Mähsaison auf öffentlichen Flächen hat bereits begonnen. Wir haben mit der Frühjahrsbepflanzung auch versucht, Farbtupfer ins Zentrum zu bringen. Aber irgendjemand kann Stiefmütterchen nicht leiden und zerstört permanent die Pflanzung. Trotzdem laden die öffentlichen Flächen zum Verweilen ein und die Neue Landschaft begrüßte zum 1. Mai fast 3.400 zahlende Besucher, mit Kindern mehr als 4000, zum traditionellen Traktortreffen.

Nachhaltigkeit ist ja das Schlagwort unserer Zeit. Somit wurde vom Heimatverein Ronneburg um René Lindig schon vor 3 Jahren die Idee der Pflanzung von Jahresbäumen im Arboretum, dem durch die Bundesgartenschau 2007 erhaltenen Baumschatz der „Nördlichen Erdhalbkugel“, geboren. Das Projekt entwickelte sich und mehrere Akteure beteiligten und begeisterten sich dafür. Nun war es soweit. Anlässlich des 15. Jahrestages der Bundesgartenschau Gera/Ronneburg fand am 27. April 2022 eine Baumpflanzaktion im Arboretum der Neuen Landschaft statt. Die 34 Jahresbäume ab 1989, die alle von Privatpersonen, Vereinen, Organisationen und von 2007–2015 vom Rotary Club Gera gespendet wurden, erhielten einen würdigen Platz entlang der Wanderwege im Arboretum. Zu diesem Ereignis aufgerufen und eingeladen hatten der Rotary Club Gera, der Heimatverein Ronneburg, die Stadtverwaltung Ronneburg und die Landrätin Martina Schweinsburg. Herr Ralf Rauch, damaliger Bürgermeister Geras, erinnerte sich in seiner Rede begeisternd an den Grundgedanken dieser Bundesgartenschau. Erstmalig wurde neben prachtvollen Beeten, die nach jeder Bundesgartenschau nicht mehr in vollem Umfang gehalten werden können, eine nachhaltige „Neue Landschaft“ in Synergie mit der Renaturierung der Bergbaufolgelandschaft geschaffen. Ein einmaliger Schatz für Ronneburg und die gesamte Region. Wer erinnert sich noch an dieses Blütenmeer und die vielen Ausstellungen in Gera und Ronneburg, die insgesamt rund 150 Millionen € gekostet haben. Neben diesem Blütenmeer wurde ein Arboretumskonzept (Gehölzsammlung) in die Bundesgartenschau 2007 auf 20. Mai 2022 Seite 3 Ronneburger Anzeiger genommen und ist für den Teil Ronneburg ein tragender Bestandteil geworden. Die beiden Arboreten, das „Eichenarboretum“ und das „Große Arboretum“ sollen die Vielfalt der Dendroflora der gemäßigten Breiten demonstrieren und dauerhaft eine attraktive Besonderheit für botanisch/dendrologisch Interessierte, Erholungssuchende und Touristen sein, aber auch zu Ausbildungszwecken (z. B. „Grüne Klasse“, Studierende) und für wissenschaftliche Arbeiten nutzbar werden. Dabei verfolgt man den Gedanken der Förderung des Interesses der Bevölkerung an Belangen von Natur und Umwelt. Auf die Vielfalt der Arten und Formen sowie Standortbedingungen der Gehölze wird durch entsprechende Informationen (QR-Code und Namensschilder) aufmerksam gemacht. Ein Arboretum unterliegt ständiger Entwicklung und Erweiterung und ist mit der Eröffnung der Bundesgartenschau 2007 nicht abgeschlossen (Quelle: „Die Arboreten in der Neuen Landschaft Ronneburg“ Hans-Heinrich Jesch und Gabriele Seelemann). So hat die Stadt Ronneburg in den vergangenen Jahren in großem Umfang im „Großen Arboretum“ nachgepflanzt Die Bürgermeisterin informiert und die Voraussetzungen für die Informationen zu den Gehölzen geschaffen. Ein besonderer Dank ergeht an die Firma Horsch und an die Baumfreunde Gera, mit Klaus Schultheiß an der Spitze sowie die Mitarbeiter der Verwaltung und der Neuen Landschaft Ronneburg, die die Idee der weiteren Nachnutzung des BUGA-Geländes tatkräftig unterstützen.

Nicht nur die Natur ist erwacht, auch die Baustellentätigkeit nimmt nach der Winterpause wieder Fahrt auf. Die Straßenbaumaßnahme Clara-Zetkin-Straße steht vor der Vollendung. Der Übergabetermin ist der 20. Mai 2022. In der Distelburg 2 geht es auch vorwärts. Hoffen wir, dass uns die „Stoffpreisgleitbindung“, so heißt jetzt das neue Wort für Preissteigerung, bei zukünftigen Baumaßnahmen unbezahlbare Folgen beschert.

Leutloff
Bürgermeisterin
(Bilder: Stadtverwaltung Ronneburg)

 

 


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